Erstklassige medizinische Produktionsbranche im Westerwaldkreis

„Es ist beachtlich und gerade in Zeiten wie diesen, in denen es mehr denn je um rasche Produktion von medizinischen Geräten geht wichtig, dass wir im Westerwald damit sehr gut aufgestellt sind, u.a. mit dem Unternehmen ‚Modultechnik‘, das ich jüngst besuchen konnte. Ein wichtiges Kriterium des Unternehmens ist, dass dort mit Zulieferern aus Deutschland gearbeitet wird und zwar schon seit 35 Jahren“, erklärt die Landtagsabgeordnete Jenny Groß.

In der letzten Woche hatte sie ein Gespräch mit der Geschäftsführerin Anna Balagny am Standort in Montabaur, natürlich mit großem Sicherheitsabstand und unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen. "Modultechnik" ist seit 35 Jahren Marktführer in Rheinland-Pfalz und darüber hinaus mit der Herstellung von moderner und individueller Krankenversorgung für Intensivbetten, Anlagetechnik grundsätzlich, Krankenversorgung und Ausstattung von Operationssälen. „Es ist unsere Firmenphilosophie, dass wir unsere Erzeugnisse mit äußerster Sorgfalt, allerhöchster Präzision und nur in Deutschland produzieren. Wir sind gerade jetzt froh, dass bereits mit der Firmengründung Wert auf regionale Zulieferer gelegt wurde, sodass wir jetzt keine Lieferengpässe haben“, schildert Anna Balagny die derzeitige Corona-Lage. Die Sicherheitsstandards sind im Unternehmen selbstverständlich seit März noch weiter hochgefahren worden, sodass Produktion und Verwaltung voneinander getrennt sind und die Mitarbeiter, die es sonst gewohnt sind direkt miteinander Absprachen zu treffen, dies nun digital lösen. Es zeigt sich, dass sie mit dieser Lösung bisher gut gefahren sind und die Produktion auf Hochtouren läuft.

„Wir sind stolz auf unsere Mitarbeiter – auch in der Coronazeit haben wir Mitarbeitern über kreative Wege zu ihrer teils 30-jährigen Treue gratuliert. Das geht und dies zeigt, dass Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich bei uns wohlfühlen und gerne bereit sind, Aufträge anzunehmen und umzusetzen, die rasch erledigt sein müssen, damit beispielsweise Krankenhäuser zügig ihre Anlagetechnik erhalten“, sagt Anna Balagny. Im Gespräch wurde auch die besondere Beziehung der regionalen Unternehmer untereinander gelobt, die gerade jetzt sich gegenseitig Angebote zur Unterstützung für die rasche Herstellung von beispielsweise Beatmungsgeräten zusichern. „Wir können wirklich froh sein, dass wir im Kreis mit den Firmen, die auf dem medizinischen Markt führend sind, so breit aufgestellt sind. Nicht ohne Grund wurden jüngst auch Aufträge von Bund und Land an heimische Produktionsstätten gegeben“, lobt Jenny Groß MdL die wirtschaftliche Lage in diesem Sektor insgesamt.

Verwundert zeigte sich die Landtagsabgeordnete, dass das große Engagement von „Modultechnik“ bei der weiteren Aufrüstung von Notfallstationen und dem langfristigen Aufbau von größeren Intensivkapazitäten, welches auch bereits im März an die Ministerin und das zuständige Ministerium per Mail mitgeteilt wurde, bisher nicht beantwortet wurde. Balagny hat alle zuständigen Stellen angeschrieben und die Hilfe des Unternehmens angeboten, damit die Aufrüstung schnell und regional geschehen kann. „Wir stellen uns die Frage, ob ein Ausbau fest installierter Intensivpflegeeinheiten nicht benötigt wird", stellt Balagny fest. In dieser Frage sicherte Groß ein Nachfragen zu, denn gewiss sei es ein Anliegen aller, dass die notwenigen Kapazitäten steigen und es sei geboten, dass das Unternehmen eine Reaktion der Ministerin erhalte.

„Danke für den sehr guten Austausch und weiterhin viel Erfolg“ sagten und wünschten sich die beiden Frauen am Ende des Gespräches gegenseitig, bei natürlich anhaltender Gesundheit.