Jenny Groß: Land bei Rettung des Gymnasiums Nonnenwerth zu passiv / Land sieht sich bei Rettung des Gymnasiums Nonnenwerth als aktiver Beobachter

CDU setzt sich für Erhalt des Gymnasiums Nonnenwerth ein

Den Ausführungen von Staatssekretärin Brück im jüngsten Bildungsausschuss des Landtags folgend, definiert das rheinland-pfälzische Bildungsministerium seine Rolle in der Auseinandersetzung um die Zukunft des Gymnasiums Nonnenwerth nur als aktive Beobachter. „Das reicht nicht, um die Schule zu retten“, kritisiert die Obfrau der CDU-Landtagsfraktion im Bildungsausschuss, Jenny Groß, im Verlauf der Sitzung. „Da muss mehr von der Landesregierung kommen. Staatssekretärin Brück hat keine konkreten Lösungsvorschläge parat. Die Ministerin muss zu einem gemeinsamen Gespräch aller beteiligten selbst einladen und aktiv werden, die Verhandlungen müssen vorangebracht werden!“

Groß bezweifelt, dass es der Landesregierung tatsächlich um eine Rettung der seit 1854 bestehenden Schule geht. Offensichtlich habe bis heute kein persönlicher Termin der Ministerin oder der Staatssekretärin vor Ort stattgefunden, ein Umstand, der in Anbetracht der zahlreichen Hilferufe von Seiten der Eltern, Schüler und der Lehrerschaft nicht zu verstehen ist. Sich darauf zu berufen, dass die Schule in privater Trägerschaft stehe und dort die Verantwortung läge, sieht die CDU Fraktion anders: Ein Drittel der Lehrer sind Landesbeamte, die weiteren Lehrkräfte werden auch über das Land durch das Privatschulgesetz refinanziert, die dort zur Schule zum großen Teil anwesenden Schülerinnen und Schüler kommen aus Rheinland-Pfalz und dann ist es eine Selbstverständlichkeit, dass sich das Land für den Erhalt des Schulbetriebs einsetzt.

Jenny Groß ergänzt: „Wie zurückhaltend sich das Land um die Zukunft von Nonnenwerth kümmert, wird deutlich, wenn Frau Brück vorschlägt, der Landkreis Ahrweiler solle die Schule übernehmen. In Anbetracht der massiven Flutschäden und ihrer Folgen und Auswirkungen ist klar, dass der Kreis Ahrweiler die Schulträgerschaft nicht übernehmen kann. Es führt kein Weg daran vorbei, dass das Land zu einem runden Tisch einlädt und die passive Rolle ablegt.“
Groß korrigiert die Ausführungen von Bildungsstaatssekretärin Brück auch dahingehend, dass 2/3 des Kollegiums ist bis zum 30. Juni gekündigt seien – einige Lehrerinnen und Lehrer bereits sogar schon zum 31. März. „Ob die mündlichen Abiturprüfungen am 1. und 4. Juli somit unter pädagogisch und rechtlich vertretbaren Voraussetzungen durchzuführen sind, wage ich zu bezweifeln“, so Groß.

Die CDU Vertreterinnen und Vertreter des Bildungsausschusses werden auch künftig an der Seite des traditionsreichen Gymnasiums stehen und mit den Menschen vor Ort das direkte Gespräch suchen.