Thomas Barth / Jenny Groß / Marion Schneid: Kita-Zukunftsgesetz hält Erzieherinnen und Erzieher von eigentlicher Arbeit ab!

Am gestrigen Mittwoch hatte die CDU-Landtagsfraktion zu ihrer jährlichen Kita-Veranstaltung eingeladen. Rund 100 Erzieherinnen und Erzieher sind diesem Ruf gefolgt. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern des Kita-Fachkräfteverbandes, von Landkreisen, Trägern und den Abgeordneten der CDU-Fraktion diskutierten diese über die aktuellen Herausforderungen im Kita-Alltag.

Dazu erklärt der kitapolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Barth: „Durch den gemeinsamen Austausch mit unseren Erzieherinnen und Erziehern wurde eines erneut deutlich: Das Kita-Zukunftsgesetz ist kläglich gescheitert. Es ist ein Schlag ins Gesicht für all diejenigen, die sich für den Beruf des Erziehers entschieden haben. Das Kita-Personal ist am Limit, der Frust ist groß. Anstatt dass die Erzieherinnen und Erzieher ihren Job mit Leidenschaft ausüben können, werden ihnen Auflagen aufgehalst, die in der Realität nicht zu erfüllen sind. Ergo: Es bleibt weniger Zeit für die Erziehung und Förderung unserer Kinder. Das Kita-Zukunftsgesetz macht den Beruf unattraktiv.“ Die Landesregierung steuere damit in die völlig falsche Richtung, so Barth.

Die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Jenny Groß, ergänzt: „Die Finanzierung des Bundesprogramms Sprach-Kitas läuft Ende des Jahres aus. Als einziges Bundesland führt Rheinland-Pfalz dieses Programm nicht weiter, obwohl es so erfolgreich ist. Im Umkehrschluss bedeutet es einen Wegfall der Expertise, ein Wegfall der Netzwerkarbeit, ein Wegfall der Strukturen, die die letzten Jahre aufgebaut wurden. Frau Hubig setzt hier ein fatales Zeichen für unsere Kinder und deren sprachliche Bildung.“

Marion Schneid, Sprecherin für Wissenschaft der CDU-Fraktion, fasst zusammen: „Das Kita-Zukunftsgesetz schwebt wie eine dunkle Wolke über unseren Einrichtungen. Die Arbeit unserer Erzieherinnen und Erzieher ist eine andere geworden – Öffnungszeiten kürzen, Personalmangel kompensieren, frustrierte Eltern besänftigen stehen jetzt auf der Tagesordnung und verdrängen die eigentlichen Aufgaben in den Kitas.
Als CDU-Fraktion sehen und hören wir die Sorgen, Probleme, Herausforderungen und Wünsche der Erzieherinnen und Erzieher. Wir werden daher in den kommenden Monaten einen entsprechenden Gesetzesänderungs-Antrag vorlegen, damit die Kitas im Land und unsere Erzieher endlich wieder richtig arbeiten können. Denn für uns, und auch für die Fachkräfte der Veranstaltung, sind die Kinder, deren Wohl, Erziehung und Bildung, immens wichtig und müssen in den Fokus der Gesellschaft gerückt werden. Hier, bei unseren Jüngsten, beginnt die Zukunft von morgen, also müssen wir auch hier ansetzen!“