Kein Erkenntnisproblem, sondern ein Strukturproblem: CDU fordert mehr Ressourcen für Sprachförderung in Kitas
Neue Befunde des Paritätischen Gesamtverbands zur Sprachförderung zeigen: Kitas kennen die Bedarfe vieler Kinder – doch zwei Drittel der Einrichtungen können den sprachlichen Förderbedarf mit dem aktuellen Personalschlüssel nicht abdecken.
Auch für Rheinland-Pfalz wird Handlungsbedarf deutlich: 85% der Kinder in rheinland-pfälzischen Kitas haben einen mittleren oder hohen Unterstützungsbedarf beim Spracherwerb. Gleichzeitig nennt der Bericht Rheinland- Pfalz als ein Land, in dem kontinuierliche Beobachtung und Dokumentation der Sprachentwicklung vergleichsweise selten erfolgt.
„Wenn Kitas Bedarfe kennen, aber wegen Zeit- und Personalmangel nicht gezielt unterstützen können, ist das kein Erkenntnisproblem, sondern ein Strukturproblem“, erklärt Jenny Groß, bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz.
„Die Landesregierung lobt sich für ihr Kita-Gesetz und ignoriert dabei konsequent, dass Sprachförderung im Alltag schon längst nicht mehr verlässlich gelingt“, so Groß weiter. „Wir fordern verpflichtende Sprachstandserhebungen bei allen viereinhalbjährigen Kindern – und bei Bedarf neben alltagsintegrierter Sprachförderung auch additive Sprachförderung durch zusätzliche Sprachförderkräfte über die Personalquote hinaus.“ Ein weiterer Baustein ist für die CDU-Fraktion ein verbindliches letztes Kita-Jahr vor der Einschulung, damit alle Kinder zuverlässig erreicht werden.