„Leben im Dorf“ weckt Interesse in Mainz

Fraktionschef Christian Baldauf informiert sich über das „Wallmeroder Modell“

Über 400 geförderte Projekte, rund 70 Millionen Euro privater Investitionen in die Ortskerne und ein ganzes Bündel von kreativen Ideen - das ist die aktuelle Bilanz der Initiative „Leben im Dorf – Leben mittendrin“ der Verbandsgemeinde Wallmerod. Bei einem Besuch in Wallmerod haben sich nun Christian Baldauf, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Mainzer Landtag, gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Jenny Groß vor Ort über das Programm informiert. Bürgermeister Klaus Lütkefedder erläuterte bei einem Rundgang durch die Ortsgemeinde Wallmerod gemeinsam mit einigen Ortsbürgermeistern anhand verschiedener Beispiele die Wirkung von „Leben im Dorf“.

„Wir vermeiden durch unser Zuschussprogramm aktiv den Leerstand von Wohngebäuden im Ortskern und sorgen für eine gute Mischung von Jung und Alt in den Orten.“ Darüber hinaus würden in Projekten von privaten Investoren oder auch der Ortsgemeinde zusätzlicher Wohnraum geschaffen oder anderweitige Nachnutzung von Bestandsgebäuden unterstützt. So sei das Forstamt und die Post in Hotels umgebaut worden, die ehemalige Straßenmeisterei wurde zum Seniorenzentrum und dort wo früher die Sporthalle stand, entstehen jetzt Wohnungen, so Lütkefedder weiter. Ziel sei es die dörfliche Infrastruktur im Ortskern zu erhalten. Dazu zähle auch der Erwerb eines ehemaligen Getränkevertriebes durch die Ortsgemeinde, der jetzt als Bauhof genutzt wird. Neben dem Erhalt und der Modernisierung von Grundschule und Sportanlagen sowie der Ansiedlung von Geschäften stehe zukünftig die „Ärztliche Versorgung“ ganz oben auf der Agenda. Hier gebe es erste Ideen und auch ein möglicher Standort sei schon ins Auge gefasst.

Baldauf und Groß zeigten sich beeindruckt von der strategischen Herangehensweise und konsequenten Umsetzung des Programmes. „Das Wallmeroder Modell könnte als Blaupause für den ländlichen Raum in Rheinland-Pfalz dienen. Vielfältige Ideen unter Nutzung aller finanziellen Fördermöglichkeiten zum Wohle der Gemeinden sei die Grundvoraussetzung zur Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen in Stadt und Land“, resümierte Baldauf seinen Besuch.

Die CDU-Fraktion hatte bereits 2018 im Mainzer Landtag in die Haushaltsberatungen den Antrag eingebracht, das „Wallmeroder Modell“ landesweit einzuführen. Dieser wurde aber von SPD, FDP und Grünen abgelehnt.