Unternehmer sind zufrieden mit dem Wirtschaftsstandort „Hahner Stock“ - Christian Baldauf kam zur Stippvisite in den Westerwald

Klaus Lütkefedder, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod ist zu Recht Stolz: Unter seiner Federführung hat sich die Kommune mehr und mehr für die Zukunft aufgestellt. Gerne war Christian Baldauf, CDU-Fraktionschef und Kandidat um das Amt des Ministerpräsidenten von RLP, in den Westerwald gekommen, um sich gemeinsam mit der Landtagsabgeordneten Jenny Groß, ihrem B-Kandidaten und Wallmeroder Ratsmitglied Roland Weimer und dem Kandidaten für den Wahlkreis 5, Janick Pape, über den prosperierenden Wirtschaftsstandort am Hahner Stock zu informieren.

Wie gerne das Gespräch mit der Politik gewünscht war, ließ sich daran erahnen, dass nahezu alle Unternehmer zu dem Treffen gekommen waren, um mit den „direkten Drähten“ nach Mainz zu sprechen. Zunächst gab dabei einen Rundgang durch das Gewerbegebiet. Die Unternehmer nutzten die Gelegenheit, um den Landespolitikern ihre Betriebe vorzustellen. Selbst Weltmarktführer wie Kunz-Aero nutzen den hervorragenden Wirtschaftsstandort im ländlichen Raum. Wenngleich die Unternehmen insgesamt sehr zufrieden über die Wahl ihres Betriebssitzes sind, die konstruktive Zusammenarbeit mit der kommunalen Verwaltung lobten, gab es einige Verbesserungsvorschläge, die sie Baldauf, Groß und Pape zu Gehör brachten. In den Fokus rückte der Ausbau der B255, der schon seit Jahren vor sich hindümpelt. Die Unternehmer sind sich einig, dass sie verkehrstechnisch eigentlich sehr gut angesiedelt sind, wenn es den entsprechenden Straßenausbau dazugeben würde. Etwas schwierig gestaltet sich zudem die Digitalisierung in den einzelnen Betrieben, weil es am erforderlichen Breitbandausbau mangelt.

Sorgen macht weiterhin die Entwicklung der Preise zur Energieerzeugung. Besonders Andreas Gläser, Geschäftsführer von KFZ-Michels, sprach sich vehement dafür aus, dass seitens der Politik deutlich mehr dafür getan werden müsse, dass Unternehmer in alternative zukunftsgerichtete Technologien, wie die Energieerzeugung mit Wasserstoff, investieren. Nahezu alle Unternehmer am Hahner Stock kämpfen mit dem zunehmenden Fachkräfte- und Ausbildungsmangel und bitten daher die Abgeordnete Jenny Groß, die sich besonders für die Bildungspolitik einsetzt, um weiter großes Engagement. „Zwischen Schulabschluss und Ausbildung klaffen oft erhebliche Lücken, deren Aufgabe es eigentlich nicht sein kann, von den Ausbildungsbetrieben geschlossen zu werden“ meint Janine Gläser von KFZ-Michels. Daher fordert sie, die Lehrpläne in den Schulen den heutigen beruflichen Standards anzupassen, um die Schüler schneller ins Berufsleben bringen zu können.

Christian Baldauf und Jenny Groß griffen die Vorschläge auf, um sie in Mainz in den Ausschüssen aufzuarbeiten. Bevor Lütkefedder die Zusammenkunft mit einem herzlichen Dankeschön beendete, übernahm es Baldauf, ein Schlussfazit zu ziehen: „Der Westerwald und hier der Hahner Stock bieten ein so großes Potential. Leider erkennt das die derzeitige Landesregierung nur sehr bedingt.“ Sollte er im nächsten Jahr Ministerpräsident werden, will er einiges dringend notwendigen Prüfungen unterziehen, sodass die Bürokratie geringer, der Ausbau von Infrastruktur rascher gelingt und die ländlichen Regionen weiter gestärkt werden.