SKS - Logistik im Westerwald - eine Firma, die weltweit bekannt ist!

Einen Ausflug in eine andere Welt mit großem Potential dies zu mögen, erlebte die Landtagsabgeordnete Jenny Groß mit einem Besuch zu einer der größten, im Westerwald angesiedelten, Speditionen. SKS-World in Mogendorf ist europaweit tätig, zum Kerngeschäft zählt die Beförderung von Motorrädern, vorzugsweise der Firmen Harley Davidson und KTM. Zur Unternehmensgruppe zählen zusätzlich noch ein Logistik-Park und ein Reiseveranstalter, natürlich für Motorradreisen. Selbstverständlich durfte bei solch einem Termin das Probesitzen auf einer Harley, zumal es die Premiere war, nicht fehlen.

Zur Spedition zählen heute ein Fuhrpark von 28 Fernverkehrszügen, ein Nahverkehrszug, ein 12-Tonnerfahrzeug und mehrere Klein-Transporter für Eilgüter oder Sonderfahrten. Die komplette Flotte besitzt mit Euro 6 die aktuellste Abgasnorm. Befördert werden Güter aus dem keramischen Bereich bis hin zu High-Tech-Industrieanlagen. Die Kernkompetenz ist jedoch eindeutig der Transport von unverpackten Motorrädern von diversen Herstellern. Exklusivverträge gibt es mit Harley Davidson, KTM und Husqvarna. Jährlich finden ungefähr 80 000 Motorräder so den Weg zu ihren stolzen Besitzern.

Zur heutigen Erfolgsgeschichte haben vor allen Dingen der Pionier- und Erfindergeist des Gründers Adrian Kießling beigetragen. Er erinnert sich: „1995 habe ich mit meiner Frau eine ansässige Spedition in Ebernhahn gekauft. Schnell war klar, wir brauchen ein Alleinstellungsmerkmal, etwas, was uns von anderen Speditionen hervorhebt.“ Der Motorradfahrer und Tüftler Adrian Kießling hatte auch schon eine Idee, er entwickelte ein klappbares, universelles Transportgestell für Zweiräder aller Art. Damit war es möglich, die ursprünglich in riesigen Kisten verpackten Motorräder, sicher, stapelbar und vor allen Dingen unverpackt zu transportieren. Bis zu 34 Motorräder können so in einem einzigen LKW transportiert werden. Bei Harley Davidson hat Kießling sich vor vielen Jahren für einen Show-Truck stark gemacht: Im Truck befinden sich verschiedene Modelle der bekannten Easy-Rider-Maschinen und Interessierte können sich bei einer Probefahrt „ihre“ Maschine aussuchen. Das Modell hat übrigens nicht nur Harley Davidson weltweit übernommen, sondern auch viele weitere Hersteller. Kießling muss für seine Ideen allerdings auch oft bei den Behörden kämpfen und sagt: „Die Innovation bleibt doch manchmal sehr zugunsten der Regulierwut auf der Strecke.“ Aus Erfahrung weiß er, dass es in anderen europäischen Ländern weitaus einfacher und unkomplizierter ist, eine Genehmigung zu bekommen. Deutschland, so meint er, gerät damit wider Willen mehr und mehr ins Hintertreffen. Auch aktuell kämpft er um eine befristete Genehmigung, die er bereits vor einigen Jahren schon einmal in seinen Händen hielt. Sohn Kevin ergänzt: „Damit ist eine mehrjährige Ausschreibung in Gefahr, nur, weil die Auflagen sehr verschärft wurden und die Begründung nicht transparent ist.“

Die beiden Geschäftsführer Adrian und Kevin Kießling leben ihren Beruf als Leidenschaft. Zur Stammkundschaft gehören die Steuler-Gruppe in Höhr-Grenzhausen, aber auch Haribo, Triumph, Dukati, Aprilia, BMW, teilweise mit Exklusivvertrag. „Wir sind deswegen erfolgreich, weil wir mit unseren Mitarbeitern im Team und in enger Abstimmung arbeiten.“ Dazu fällt Kevin Kießling eine kleine Anekdote ein: Einer ihrer Mitarbeiter sage immer scherzhaft, dass er kein Gehalt, sondern eher Gage bekomme. Das liegt auch daran, dass die Fahrer, die alle den Motorradführerschein besitzen, auch schon mal als Reiseführer einspringen. SKS-Reisen, deren Geschäftsführerin die Tochter und Schwester Kim Hummerich ist, bietet Motorradreisen an. „Unser Herzstück,“ so erzählt sie stolz, „ist unsere einwöchige Mallorca-Tour im Robinson-Club, der in dieser Zeit nur für uns reserviert ist.“ Wer sich anmeldet, bekommt ein Rundum-Sorglos-Paket: SKS World fährt die Motorräder der Gäste in LKWs zur Insel, sie werden ausgeladen und der Urlaub kann beginnen. Die Gäste selbst fliegen auf die Balearen und tauschen quasi den Flugzeugsitz mit dem ihrer eigenen Motorräder. Selbst nach vielen Jahren ist Adrian Kießling noch immer begeistert, weil Beruf und Ansehen völlig an Bedeutung verlieren, die Biker sind unter sich.

Übrigens, das verwundert nicht, liegen schon weitere Expansionspläne in der Schublade, die Familie Kießling der Landtagsabgeordneten schon einmal erläuterten. Von der Firmengeschichte ist Jenny Groß beeindruckt und sie sagt abschließend: „Sie leben und lieben ihre Arbeit, das merkt man direkt beim Betreten des Betriebsgeländes. Ihre Leidenschaft zum sicheren und nachhaltigen Transport von Motorrädern, der Teamgeist bei allen Mitarbeitern und das Bestreben, mit ihrem Logistikunternehmen den Westerwald weltweit bekannt zu machen ist vorbildlich.“