Rückbesinnung auf den guten alten Mähbalken? – Biodiversität im Praxistest

Zu einem Besuch mit meiner Kreistagsfraktion waren wir jüngst auf dem Hofgut unserer Kollegin Annette Aller und ihrem Mann in Maxsain.
Vor Ort wurden uns die verschiedenen Mähtechniken vorgeführt. Nach Einschätzung der Experten erfolgt beim Mulchen und der noch üblichen Kreiselmähertechnik das größte Ausmaß an Vernichtung von Kleintieren. Die beim Mulchen anfallende Grünlandbiomasse eignet sich allenfalls für die Kompostierung, verbleibt aber meist auf den Flächen. Der mit dem Kreiselmäher erzeugte Grünlandschnitt ist ebenfalls stark zerkleinert und eignet sich für die Heu- bzw. Silage-Gewinnung. Vergleichsweise kleintierschonend ist die Mähtechnik mit dem weiterentwickelten Doppelmesserbalken, der mittlerweile auch in größeren Arbeitsbreiten zur Verfügung steht.

Familie Aller will die Berufskolleginnen und -kollegen für die Mähbalken-Technik gewinnen und hat auch Kontakte zum Bauernverband geknüpft: „Wir sind Überzeugungstäter und wollen unseren Beitrag zu mehr Biodiversität leisten.“
Markus Kunz macht deutlich, dass neben der Mähtechnik vor allem auch die Schnitthäufigkeit und das Ausmaß an Düngung wichtige Faktoren der Artenvielfalt sind. Und dass insbesondere auch vorübergehend ungemähte Teilbereiche besonders bedeutsam für die Kleintierwelt sind: „Grünland ist ein bedeutender Lebensraum. Ziel ist hier eine sinnvolle Verknüpfung von landwirtschaftlichen Interessen und Anforderungen des Artenschutzes im Rahmen eines betrieblichen Gesamtkonzeptes.“

Mehr Infos gibt es zu diesem Termin unter http://www.cdu-westerwald.de/aktuell/pressearchiv/299-rueckbesinnung-auf-den-guten-alten-maehbalken-biodiversitaet-im-praxistest?fbclid=IwAR08YWSzqjNRe0m5byaKnm-3n3tnSY6o-u699F9I-qUKbaTxgGzY0LF1g6Q