Zu Besuch beim Kinderschutzbund

Der Kreisverband des Kinderschutzbundes mit Sitz in Höhr-Grenzhausen konnte sich jüngst mit der Landtagsabgeordneten Jenny Groß, die selbst Mitglied des Verbandes ist, über Aktuelles austauschen.

Insbesondere waren die Themen der extremen Corona Zeit und die Auswirkungen auf Kinder wie Familien, das mobile Sorgenbüro sowie die Kita- und Schulsozialarbeit und die Ukraine-Krise von großer Bedeutung. Eingangs machte die Vorsitzende Heidi Ramb deutlich, die dieses Amt schon stolze 45 Jahre begleitet, wie viel Engagement und Herzblut alle in dem „kleinen Sozialunternehmen“ leisten, damit sie ihren vielfältigen Aufgaben gerecht werden. „Ich sehe jeden Mitarbeiter und jede Mitarbeiterin sowie alle ehrenamtlich Aktiven im Team sowie die Vereinsmitglieder als Stütze dieses kleinen Sozialunternehmens, in dem jeder seinen Anteil am Erfolg hat.“ Sie sprach von den Herausforderungen, den Zuschüssen auf diversen Ebenen, die gerne steigen können, da auch die Zahl der Kinder und die Intensität der Aufgaben steige sowie von der Pflicht die Netzwerke zu pflegen. Bei allem haben stets die Kinder die höchste Priorität.

Auch Gerd Meurer, Schatzmeister, sowie Kathrin Kienle, 2. Vorsitzende und Christel Kaiser, Diplom-Sozialpädagogin (FH) und Schulsozialarbeiterin nahmen an der Gesprächsrunde teil und berichteten aus ihren Bereichen. „Das Wichtige ist, dass unser Angebot des Mobilen Sorgenbüros niedrigschwellig ist. Die Schüler und Kinder können einfach so bei uns im Büro reinschauen und über ihre Sorgen sprechen. Selbstverständlich nehmen auch die Lehrkräfte unser Angebot war und besprechen Fälle mit uns. Gleiches gilt für die Kita-Sozialarbeit, an der wir auch an einigen Kitas in verschiedenen Verbandsgemeinden tätig sind. Wir erfahren oft, wie wichtig es ist, dass dieses Angebot besteht,“ so Christel Kaiser.

Von diversen Unterstützungsangeboten für die geflüchteten Frauen mit ihren Kindern erzählten beide Damen ebenso wie von der Möglichkeit der Hausaufgabenhilfe, den bald wieder startenden Eltern-Kind-Gruppen oder den weiterhin spürbaren Auswirkungen des Lockdowns auf die Familien. Jenny Groß MdL bedankte sich für den regelmäßigen Austausch und sprach von dem notwendigen Ausbau der Schulsozialarbeit für alle Schulformen mit landeseigenen Mitteln. „Wir wissen alle, wie elementar Schulsozialarbeit ist und dies hat sich in den letzten Jahren noch verstärkt. Sie sind ein essenzieller Teil der Schulgemeinschaft und unterstützen mit ihrer Arbeit nicht nur die Lehrkräfte und Schüler, sondern auch die Eltern und viele weitere mehr. Dieses Angebot muss landesweit personell ausgebaut werden. Es kann nicht sein, dass die Schulsozialarbeit nur dort personell gut aufgestellt ist, wo die finanziellen Mittel, die freiwillige Leistungen der Kommunen sind für die Gymnasien zum Beispiel funktionieren. Kinder haben ein Recht auf eine gut aufgestellte Schulsozialarbeit, da muss das Land nachbessern!“, so die bildungspolitische Sprecherin der CDU Fraktion Jenny Groß abschließend.