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Westerwälder Kreisausschuss gibt Hebammenzentrale in Hachenburg grünes Licht

Der Westerwälder Kreisausschuss erteilte seine grundsätzliche Zustimmung für die Errichtung der Hebammenzentrale am Standort in Hachenburg. Unter Voraussetzung einer Landesförderung für den Zeitraum von zunächst 3 Jahren kann die Planung für die Hebammenzentrale samt Ambulanz nun weiter realisiert werden.
Der Kreisausschuss ermächtigte Landrat Achim Schwickert, die Gespräche zur Errichtung der Hebammenzentrale auf Basis der abgestimmten Eckpunkte zu führen.

„Als heimische Abgeordnete liegt mir die gesundheitliche Versorgung insgesamt und gerade auch die Versorgung im Kreis im Bereich der Gynäkologie und Hebammen sehr am Herzen. Ich freue mich daher sehr, dass der Kreisausschuss sein einstimmiges Votum getroffen und den ‘Startschuss‘ für die weiteren Planungen gegeben hat“, so Jenny Groß, CDU-Landtagsabgeordnete und Mitglied im Kreistag.

Eine Hebammenzentrale ist keine stationäre Geburtshilfestation, sondern sie bietet Schwangerenberatung sowie Vor- und Nachbetreuung rund um die Geburt an. Sie vermittelt selbständig arbeitende Hebammen in der Region und geht vor allem auf die Bedürfnisse von Schwangeren ein. Zudem unterstützt sie werdende Eltern bei der Suche nach Informationen und Hilfsangeboten zur Schwangerschaft, Geburt und dem ersten Lebensjahr des Kindes.
Die Hebammenzentrale stellt auch kostenlos und unkompliziert den Kontakt zwischen werdenden Eltern und der passenden Hebamme her. Für die Hebammen selbst ist sie ein Forum zur Kontaktaufnahme, zum Austausch und zur Weiterbildung. Darüber hinaus kann eine Hebammenzentrale auch sie regionale Angebote wie Geburtsvorbereitungskurse, Rückbildungsgymnastik, Babymassage und Stillgruppen koordinieren.

Im Zuge der Schließung der Geburtshilfestation am DRK Krankenhaus Hachenburg hat das DRK den Hebammen am Standort Hachenburg angeboten, weiterhin kostenlos Räume im Gebäude der Pflegeschule zu nutzen. Förderanträge für eine Hebammenzentrale wurden sowohl in Kirchen als auch in Hachenburg gestellt.
Landrat Achim Schwickert hat in Gesprächen mit dem Land, dem Landkreis Altenkirchen, den Verbandsgemeinden Hachenburg und Kirchen sowie der Stadt Hachenburg mögliche Realisierungswege untersucht, die Ende Juni in einem Abstimmungsgespräch mit allen Beteiligten erörtert werden sollen.

Derzeit sehen die Landespläne vor, dass die Administration und Terminvermittlung ausschließlich durch die Hebammenzentrale in Kirchen im Landkreis Altenkirchen erfolgen sollen.
Die Hebammen könnten dabei als kreisübergreifendes Netzwerk agieren. An beiden Standorten, sowohl in Kirchen als auch in Hachenburg, könnte jedoch eine eigene Ambulanz betrieben werden. Basierend auf diesen Konzepten stellt das Land eine Förderung in Aussicht.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Stephan Krempel und DRK-Kuratoriumsmitglied Karl-Heinz Boll unterstützen die Pläne von Landrat Achim Schwickert. Durch die Einrichtung einer Hebammenzentrale in Hachenburg wird eine wichtige Anlaufstelle für werdende Mütter und Familien im oberen Kreisteil geschaffen bzw. erhalten. Die dafür vom Westerwaldkreis bereitgestellten Finanzmittel von bis zu 45.000 Euro pro Jahr sind gut investiert, um einen Ersatz für die leider geschlossene Geburtenabteilung in Hachenburg im Bereich der Beratung zu bieten.

„Leider müssen wir uns auch im Westerwaldkreis mit Schließungen von Geburts-Stationen und Gynäkologischen Praxen auseinandersetzen. Aus diesem Grund habe ich jüngst einige Anfragen an die Landesregierung gestellt und um Zahlen sowie Aufschlüsselung der Lage gebeten. Diese Anfragen sind auf meiner Homepage einzusehen“, erklärt die heimische CDU-Abgeordnete Jenny Groß.

 

(Foto-Credentials: Michal Jarmoluk/Pixabay)