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#nahdran: CDU fordert erneut Sprachförderung und Grundschulvorbereitung für Kinder

verbindliche Sprachflörderung„Als CDU-Fraktion haben wir mit mehreren Anträgen im Plenum in diesem Jahr bereits die verbindlichen Sprachtests, eine verbindlich in den Kitas stattfindenden Vorbereitung auf die Schule sowie Intensivklassen für Kinder mit keinen oder geringen Deutschkenntnissen gefordert und im Landtag diskutiert.

Jetzt stellen die Freien Wähler im Juni-Plenum einen Antrag zur Einführung von verpflichtenden vorschulischen Sprachtests, allerdings gehen uns die Forderungen nicht weit genug. Aus diesem Grund haben wir einen Alternativantrag eingereicht, der unsere Position nochmals verdeutlicht“, erklärt die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß.

„Leider gibt es in Rheinland-Pfalz keine systematische Sprachförderung innerhalb der Kitas, denn das Land führt Sprachstandserhebungen nach wie vor nur bei Kindern, die keine Kita besuchen, durch. Auch ist die Vorbereitung auf die Grundschule nicht einheitlich geregelt und geht von „sehr gut“ bis „findet gar nicht statt“ - mit vielen Graustufen dazwischen. Für die Eltern und Kinder ist es daher nicht nur ein Lotteriespiel, ob sie heute eine Betreuung haben, sondern auch ob es eine systematische Vorbereitung auf die Grundschule gibt oder nicht“, führt Groß weiter aus.

Zwar gibt es Bildungs- und Erziehungsempfehlungen, diese aber haben keine Verbindlichkeit,
keine Einigkeit, welche Basis-Kompetenzen am Ende der Kita-Zeit für den erfolgreichen Start in die Grundschule erreicht sein müssen, so die CDU-Politikerin.

„Die CDU-Landtagsfraktion sieht daher zwei Handlungsfelder in der frühkindlichen Bildung, um die Kinder optimal auf die Grundschule vorzubereiten:

Zum einen müssen wir in die sprachliche Bildung unserer Kinder investieren, denn Sprache ist der Schlüssel zur Bildung. Sprache ist aber auch die Basiskompetenz Nummer eins und dazu müssen wir feststellen, wer eine Förderung benötigt. Deshalb braucht es eine Pflicht zu Sprachstanderhebungen für alle Viereinhalbjährigen.
Wenn es dann einen Sprachförderbedarf gibt, muss passend gefördert werden – mit gezielter Sprachförderung durch eine dafür ausgebildete Fachkraft.

Zum anderen ist uns wichtig, dass die Kinder so gut Deutsch können, dass sie dem Unterricht leicht folgen können, wenn sie in die ersten Klassen starten. Das zweite Handlungsfeld fokussiert daher die weiteren Fähigkeiten, die Kinder in der Schule brauchen.

Denn von dem „nebenher lernen“ (wie z.B. Laufen, Sprechen, Essen) beginnt in der Grundschule dann eine gelenkte und bewusste Beschäftigung mit Lerninhalten. Dazu braucht es Aufmerksamkeit und die Fähigkeit sich über einen längeren Zeitraum zu konzentrieren.
Wenn in der Schule die Beschäftigung mit Lauten, Buchstaben und Zahlen beginnt, braucht es Vorläuferfähigkeiten wie z. B. das Erfassen von Mengen und die Fähigkeit zur Lautunterscheidung.
Diese Fähigkeiten sollen u. a. in den Vorschulgruppen vermittelt werden - systematisch,
landesweit und verbindlich mit klaren Zielen. Es braucht deshalb ein Bildungsprogramm mit klaren Lernzielen, das verbindlich im ganzen Land gilt.

Bildung ist eine Landesaufgabe und daher liegt es in der Verantwortung der Landesregierung, eine Verbesserung für eine gute Zukunft der Kinder, der Schülerinnen und Schüler, herbeizuführen“, erklärt Jenny Groß den Antrag der Christdemokraten.